Kino / Film
Vom Unsichtbaren erzählen - Kurzfilm und Podiumsdiskussion über psychische Gesundheit

Kurzfilm „Bester Papa, manchmal“ – Filmgespräch und Podiumsdiskussion über psychische Gesundheit, Angehörige und die Kraft der Kunst.
Die Filmemacherin Julia Benczak widmet sich in ihrem Kurzfilm „Bester Papa, manchmal“ den Auswirkungen psychischer Erkrankungen auf Familien und Angehörige. Ein Thema, das viele Menschen betrifft und dennoch oft im Verborgenen bleibt.
Im Mittelpunkt steht die Familie von Jakob (Michael Steinocher), dessen bipolare Erkrankung das Familienleben zunehmend aus dem Gleichgewicht bringt. Während seine Frau Jenny (Miriam Fussenegger) versucht, den Alltag aufrechtzuerhalten, übernimmt die achtjährige Mira (Clara Lackner-Zinner) Verantwortung, die eigentlich kein Kind tragen sollte. Sensibel erzählt der Film von Belastungen, die oft hinter verschlossenen Türen stattfinden, von Angehörigen, die mittragen und auffangen, und von der Bedeutung, Hilfe anzunehmen, bevor Menschen an ihre Grenzen kommen.
Im Anschluss an das Screening im Alten Kino Mörbisch sprechen Regisseurin Julia Benczak und Schauspielerin Miriam Fussenegger über die Entstehung des Films und darüber, warum Kunst manchmal einen Zugang zu Themen schaffen kann, für die uns im Alltag die Worte fehlen. Moderiert wird der Abend von der Wiener Kuratorin und Kulturarbeiterin Djamila Grandits, die seit vielen Jahren Film- und Diskursformate an der Schnittstelle von Kunst, Gesellschaft und Politik begleitet.
Gemeinsam mit Vertreter:innen der HPE Burgenland (Angelika Klug), des Burgenländischen Psychotherapeut:innenverbandes (Anja Niederreiter) sowie weiteren Gästen wird anschließend diskutiert. Was kann Kunst sichtbar machen? Wo liegen ihre Möglichkeiten, wo ihre Grenzen? Und wie können Filme, persönliche Geschichten und der öffentliche Dialog dazu beitragen, dass psychische Belastungen früher erkannt werden, Angehörige sichtbar werden und Menschen den Mut finden, Unterstützung anzunehmen?
Dabei soll nicht nur auf dem Podium gesprochen werden. Das Publikum ist eingeladen, Fragen einzubringen, Erfahrungen zu teilen und Teil des Gesprächs zu werden. Denn oft beginnt Veränderung dort, wo Menschen einander zuhören.
Ein Abend über psychische Gesundheit, Angehörige und die Frage, was Kunst bewirken kann.
Termin
Samstag, 10.10.2026
18:00
Uhr
Ort
Altes Kino Mörbisch
Ruster Straße 11
7072 Mörbisch am See

